Erfolgreiches Online-Marketing für Softwareanbieter durch Google-AdWords

Sie sind bereits mit Google-AdWords auf Kundenfang? Sie haben gute Erfahrung, dass mehr Besucher auf Ihrer Webseite, mehr Leads oder besser direkt mehr Umsatz bringen? Dann ist es jetzt Ihre Aufgabe noch mehr Besucher (Traffic) auf Ihre Webseite zu leiten. Es empfiehlt sich allerdings nicht, einfach mehr Budget für Google bereit zu stellen. Intelligenter ist es, mit dem bestehenden Budget mehr zu erreichen. Dies ist in den meisten Fällen möglich.

Viele Softwareanbieter sind bereits mit Google-AdWords aktiv. In meinen Online-Marketing-Projekten habe ich allerdings sehr oft gesehen, dass die meisten AdWords-Konten erkennbaren Bedarf zur Optimierung haben. Durch die Beachtung einiger Regeln kann Google-AdWords für Softwareanbieter effizienter werden. Wahrscheinlich können auch Sie mehr aus Ihrem Marketing-Budget herausholen, wenn Sie Ihr AdWords-Konto anhand folgender Tipps ergänzen.

 
Je mehr Keywords, desto mehr Chancen entstehen – und Kosten sinken
Viele Softwareanbieter gehen recht sparsam mit der Anzahl der Suchbegriffe um. Ich empfehle Ihnen allerdings, Ihr AdWords-Konzept mit möglichst vielen Keywords auszuarbeiten. Auch wenn AdWords mit wenigen Keywords arbeiten kann, ist es nach meiner Erfahrung besser, mit den Suchbegriffen breit aufgestellt zu sein. Nehmen Sie auch Suchbegriffe auf, die nur gelegentlich gesucht werden und solche, die für Ihr Geschäft spezifisch sind.

Je detaillierter Ihr Keyword-Konzept, desto günstiger schalten Sie Ihre Anzeigen. Denn viele Unternehmen konzentrieren sich auf die erfolgreichen Keywords, so dass in der Breite ein deutlich geringerer Preis geboten wird. Es besteht also weniger Wettbewerb bei detaillierten Keywords. Ich empfehle Ihnen, wie im Folgenden beschrieben, ein ganzes Keyword-Universum aufzubauen. Dies ist zwar arbeitsintensiv, aber in jedem Fall günstiger und vor allem wirkungsvoller.

 
Optimieren Sie Ihre Suchbegriffe aus Kundensicht
Auch wenn Sie bereits ein AdWords-Konto eingerichtet haben, sammeln Sie davon losgelöst zuerst Ideen für mögliche Suchbegriffe aus Kundensicht. Vielleicht machen Sie ein Brainstorming mit ein paar Kollegen. Tippen Sie alles, was Ihnen einfällt in eine Excel-Tabelle. Einfach durcheinander, es kommt nur auf das Sammeln an. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

Berücksichtigen Sie unterschiedliche Schreibweisen von Keywords, wie Einzahl und Mehrzahl sowie auch Wortkombinationen für jedes Keyword. Das kann sehr umfangreich werden, deswegen: Strukturieren Sie Ihre Suchbegriffe. Bilden Sie themenbezogene Gruppen von Keywords. Dies könnten zum Beispiel folgende sein: Produkte & Dienstleistungen, Funktionen Ihrer Lösung, Aufgaben Ihrer Kunden, Zielgruppen & Branchen, Partner und Märkten, Technologien und Wettbewerber. Dann sortieren Sie Ihre Keywords in Spalten in Excel in mögliche Anzeigengruppen und Kampagnen. Sie erhalten so einen guten Überblick und immer mehr Ideen für neue Keywords.

Es ist zu empfehlen, mit mehreren Suchbegriffen (Wortkombinationen), wie z.B. „Aufträge erfassen“ zu arbeiten. Deswegen empfehle ich eine Unterscheidung in Keywords und Multiplikatoren. Keywords sind die eigentlichen Suchbegriffe und die Multiplikatoren sind die ergänzenden Suchbegriffe. Dann erkennen Sie schnell, dass Sie Wörter austauschen können. So entstehen zusätzliche Multiplikatoren für Aufträge, wie „abrechnen, auswerten, berechnen, fakturieren, nachverfolgen, verwalten“ etc.

Jetzt können Sie die Multiplikatoren auch für andere Keywords nutzen, wie „Projekte abrechnen“, „Projekte auswerten“ etc. und „Zeiten abrechnen“, „Zeiten auswerten“ etc. Achten Sie auch hier auf verschiedene Schreibweisen, wie Einzahl und Mehrzahl. Nehmen Sie alle Möglichkeiten auf, also auch den Singular „Projekt abrechnen“, „Projekt auswerten“ usw.

Zusätzlich empfehle ich ebenfalls die umgekehrte Reihenfolge der Suchbegriffe aufzunehmen und dies auch vollständig zu erfassen. Dadurch entwickeln sich Suchbegriffe, wie „Auswertung Projekte“, „Abrechnung Zeiten“ etc. Es ergeben sich durch die Kombinationen viele tausend Keywords. Prima, das kostet nichts – Sie zahlen nur für Klicks. Dafür haben Sie mehr Chancen, neue Suchbegriffe zu finden. Weil Sie über mehr Suchbegriffe Statistiken erhalten.

Sie erhalten nur Auswertungen, wenn Sie für Keywords Gebote abgeben. Es empfiehlt sich daher immer mindestens ein Minimalgebot über ein paar Cent abzugeben, auch wenn Sie diese Keywords aktuell nicht promoten. Ihre Anzeige erscheint dann auf hinteren Seiten. Auf diese Weise produzieren Sie keine Kosten und leider auch keine Klicks, aber Sie erhalten Statistiken über Suchverhalten. So können Sie sicher die richten Keywords finden.

 
Sparen Sie Ihr Budget – Filtern Sie ungewollte Keywords heraus
AdWords funktioniert auch mit ganz wenigen Keywords. Vorsicht allerdings: Google ist standardmäßig so eingestellt, dass Ihre Keywords „weitgehend passend“ ausgelegt werden. Dies führt häufig dazu, dass automatisch Anzeigen geschaltet werden bei Suchbegriffen, die nicht wirklich in Ihrem Interesse sind. Ich habe oft erlebt, dass Google Anzeigen sogar bei recht abenteuerlichen Suchbegriffen schaltet, die nicht viel mit dem eigentlichen Keyword zu tun haben. Die Überraschung bei der regelmäßigen Analyse der Auswertungen ist oft groß!

Sie sollten sehr zurückhaltend sein, die Auslegung der Suchbegriffe Google zu überlassen. Es besteht die Gefahr, dass das Marketingbudget verbrennt. Deswegen können Sie die Schaltung von Anzeigen effektiv einschränken und falsche Keywords ausschließen. Nur wenn Sie, wie hier beschrieben, ein Keyword-Universum aufbauen, können Sie problemlos die Option „passende Wortgruppe“ wählen. Dann werden Ihre Anzeigen nur geschaltet, wenn Ihre Suchbegriffe genau (in der Reihenfolge) eingegeben werden.

Sie sollten auch unbedingt die Funktion „negative Keywords“ kennen und anwenden. Damit können Sie gezielt die Anzeigenschaltung bei bestimmten Wörtern ausschließen. Ein gutes Beispiel für die Notwendigkeit dieser Option zeigt das Keyword „ERP“. Hier denken IT-Spezialisten an Business Software. Allerdings heißt auch ein Kreditprogramm der KFW genau so. In der Finanzkrise wurde danach sehr oft gegoogelt! Sie können verhindern, das Sie falsche Zielgruppen ansprechen indem Sie bestimmte Suchbegriffe ausschließen, so dass Ihre Anzeigen nicht geschaltet werden.

 
Ein Keyword-Konzept für das gesamte Online-Marketing für Softwareanbieter
Das Keyword-Konzept ist die Basis für Ihr gesamtes Online-Marketing, denn viele Aktivitäten und Maßnahmen basieren auf Suchbegriffen im Internet. Die richten Keywords sind insbesondere relevant für die Suchmaschinenoptimierung und damit für alle Texte, die Sie im Internet veröffentlichen. Ob auf Ihrer Webseite oder mittels Online-PR, Suchbegriffe sind an vielen Stellen relevant. Hierzu werden wir später mehr schreiben. Interessant? Dann abonnieren Sie die RRS-Feeds.

Eine Einführung zum Thema Google-AdWords finden Sie hier ….

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