Vorteile von Software-as-a-Service (SaaS) für Unternehmen

Das SaaS-Modell bietet für Unternehmen zahlreiche Vorteile, die grob in zwei Bereiche eingeteilt werden können. Zum einen bieten SaaS-Lösungen im Vergleich zu den traditionellen Client-Server-Installationen aufgrund der flexibleren, standortunabhängigen Zugriffsmöglichkeit einen höheren Nutzen. Zum Anderen ergeben sich handfeste wirtschaftliche Vorteile. So werden die IT-Kosten nicht nur reduziert, sondern vor allem auch flexibilisiert. IT-Kosten werden dadurch erstmals plan- und steuerbar. Finden Sie hier eine Hilfestellung für Ihre Argumentation:

 

Erstens: Der Mehrwert und der Nutzen von SaaS-Lösungen

  • Unternehmen können durch die neuen Technologien immer mehr auf eigene IT (Server, Infrastruktur und sonstige Hardware sowie Software) verzichten. Die Entscheidung für eine neue Lösung und auch die Einführung kann von einzelnen Abteilungen bzw. deren Mitarbeitern durchgeführt werden. Somit können Unternehmen ohne interne IT-Administration SaaS-Lösungen sehr schnell und flexibel nutzen.
  • Die Projekteinführung ist wesentlich zügiger, da die Installation der Software entfällt. Dies spart wiederum Kosten und ermöglicht zugleich schnellere Produktivität. Weniger Probleme durch eine Software-Einführung heißt für Unternehmen, dass sie sich mehr auf das Kerngeschäft fokussieren können.
  • Unternehmen mit mehreren Standorten erhalten eine pragmatische standortunabhängige IT-Lösung. Alle User (Benutzer) sind vernetzt und können zusammen arbeiten, ohne dass hierfür Installationen vor Ort notwendig werden.
  • Außendienstmitarbeiter und Mitarbeiter, die im Home Office arbeiten, können optimal in alle Prozesse integriert werden und über das Internet mit der zentralen Software arbeiten. Es werden immer mehr neue Möglichkeiten geboten, auch über so genannte Smartphones (wie Blackberry, iPhone etc.) auf relevante Daten und Prozesse zugreifen zu können.
  • Eine Expansion des Unternehmens kann durch SaaS-Lösungen leichter werden. Zum Beispiel können international aktive Unternehmen ausländische Standorte schneller einbinden und die gesamte IT zentral administrieren. Aufgrund dieser Flexibilität kann eine Internationalisierung oder eine Expansion durch Unternehmensübernahmen schneller umgesetzt werden und die IT ist keine Barriere.
  • Das Controlling über mehrere Standorte ist wesentlich einfacher, da alle Daten direkt zentral erfasst werden. Eine Übertragung und Konsolidierung von Daten, wie bei verteilten IT-Systemen notwendig, entfällt vollständig.
  • Das SaaS-Modell ermöglicht auch eine zentrale Datensicherung, die der Anbieter im Rahmen der vertraglichen Vereinbarung und zu festen Konditionen übernimmt. Das Unternehmen spart eigene Ressourcen, wie Hardware und IT-Administration.
  • SaaS-Lösungen werden oder wurden vollständig neu entwickelt, so dass diese häufig zeitgemäßer Bedürfnisse der Unternehmen befriedigen. Das SaaS-Modell ermöglicht Software-Anbietern Lösungen für Prozesse anzubieten, die bisher gar nicht realisierbar bzw. nicht wirtschaftlich waren. So gibt es heute SaaS-Lösungen, die spezielle Prozesse abbilden, wie beispielsweise für die Zollabwicklung, das Eventmanagement, das Projektmanagement und viele mehr.

 

Zweitens: Der wirtschaftliche Vorteil von SaaS-Lösungen

  • Es ist keine Investition in Software oder Hardware notwendig, so dass keine Liquidität gebunden wird und weniger wirtschaftliches Risiko besteht. Im Ergebnis wird, wie bei Leasing-Verträgen auch, die Eigenkapitalquote geschont.
  • Das SaaS-Modell bietet gut kalkulierbare laufende Kosten. Häufig bieten Softwareanbieter Pauschalen pro User pro Monat. Ein Grundbetrag, wie man dies von traditionellen Server-Lizenzen kennt, wird in der Regel nicht erhoben. Gute SaaS-Angebote sind so flexibel, dass Unternehmen nur für die Leistung zahlen, die sie tatsächlich nutzen.
  • Die SaaS-Gebühren beinhalten Updates und Upgrades. Programm-Aktualisierungen werden vom Softwareanbieter automatisch eingespielt, so dass die Software immer auf dem aktuellen Stand ist. Die Notwendigkeit zur Umstellung bei Lizenzsoftware, zum Beispiel weil nur aktuelle Versionen von Softwareherstellern gepflegt werden, verursacht häufig ungewollte Kosten. Die bekannten Probleme mit der Update-Falle bestehen im SaaS-Modell nicht mehr.
  • Einige SaaS-Lösungen bieten flexiblere Abrechnungsmodelle. So richten sich die Gebühren nach der tatsächlichen Nutzung. Eine nutzungsabhängige Vergütung kennt man bereits von der Lohnabrechnung, die sich in vielen Fällen nach der Anzahl der abzurechnenden Mitarbeiter richtet. So sind auch andere Modelle, wie die Abrechnung nach Buchungen, Geschäftsvorgängen, Datenmenge etc. denkbar. Die nutzungsabhängige Vergütung ist für Unternehmen fair und gleichzeitig transparent.
  • Einige SaaS-Anbieter bieten kurze Vertragslaufzeiten. Dies bedeutet weniger Risiko für Unternehmen. Allerdings muss man einräumen, dass durch die gemeisterte Einführung und Nutzung der SaaS-Lösung auch eine gewisse Abhängigkeit entsteht. Diese Abhängigkeit ist aber nicht so groß, wie bei lang laufenden Verträgen oder vorab getätigten Investitionen.

Vielleicht können Sie diese Argumente auch auf Ihr Geschäft übertragen und für Ihre Überzeugungsarbeit nutzen. Ich würde mich freuen, wenn Sie in dieser Zusammenstellung wertvolle Anregungen finden. Zusammengetragen habe ich die Vorteilsargumentation für eine Veröffentlichung für den Oscar-Trend-Report 2010, die Sie hier downloaden können. Die 1992 gegründete OSCAR GmbH ist Europas erfolgreichste studentische Unternehmensberatung mit Sitz in Köln.

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